Das Institut

 

Das Institut für Bindungswissenschaften (IBW) wurde 2010 gegründet. Das IBW arbeitet auf wissenschaftlicher Grundlage, orientiert sich an Evidenzbasierung und ist weltanschaulich neutral.

Die beteiligten Wissenschaftler und Experten arbeiten im Rahmen des IBW ohne Leitungsstrukturen als freier, konsensorientierter Zusammenschluss.

Ziel des IBW ist, Erkenntnisse der Bindungswissenschaften des Menschen zu sammeln, zu bewerten und einer breiten Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum zugänglich zu machen. Darüber hinaus erfüllt das IBW auch die Aufgabe einer Kommunikationsplattform der beteiligten Wissenschaftler und Experten.

„Bindung“ kann als psychosozial und biologisch begründetes Kernkonstrukt des sozialen Miteinanders in menschlichen Gesellschaften betrachtet werden. Eine sichere Bindungsrepräsentation beruht auf kommunikativen Eigenschaften wie Feinfühligkeit, Echtheit, Angemessenheit, Unmittelbarkeit, Verfügbarkeit und Kontinuität. Sie stellt eine wichtige Determinante von gesunder Persönlichkeits­entwicklung sowie von Kommunikations- und Bindungsfähigkeit dar.

Elementare Grundlagen sicherer Bindung werden insbesondere in den frühen menschlichen Entwicklungsphasen gelegt, d.h. vorgeburtlich und in den ersten Lebensjahren. Die Erfahrung sicherer Bindung in diesen frühen Phasen trägt zur Ausbildung eines verinnerlichten Arbeitsmodell (inner working model) zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch Vertrauen (auch als „Urvertrauen“ bezeichnet), Selbstwertgefühl, Empathie, Fähigkeit zum Interessenausgleich, Stressbewältigungsfähigkeit und Resilienz charakterisiert ist.

Als primäre Bindungspersonen stehen die Eltern für das Kind in der Regel an erster Stelle der Bindungshierarchie. Die Familie ist daher ein entscheidender Ort für die Gestaltung der frühen Bindungsdynamik. Das Thema Familie stellt entsprechend einen der Arbeitsschwerpunkte des IBW dar.

Die internationalen Wissenschaftler und Praxisexperten des IBW stammen aus unterschiedlichen Disziplinen, wie Psychologie, Psychotherapie, Pädagogik, Soziologie, Medizin und Biologie. Sie tauschen sich flexibel aus, stellen wichtige eigene Publikationen auf der homepage des IBW ein und stehen als Ansprechpartner für Politik, Medien und Verbände zur Verfügung.

Darüber hinaus informiert die Seite des IBW in größeren Abständen über wichtige Tagungen, sonstige Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Links, die sich dem Thema „Bindung“ in seinen vielfältigen Facetten widmen.

Die zur Einstellung bestimmten Beiträge werden zuvor von einem Scientific Board bewertet. Dessen Mitglieder sind derzeit:

  • Prof. Dr. Matthias Franz, Stellvertretender Direktor des klinischen Instituts für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universität Düsseldorf
  • Dr. Rainer Böhm, Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums, Bielefeld
  • Leopold Bergmann, Wissenschaftsjournalist, Stiftungsinitiative „Für Kinder“, Pforzheim